Jugendstrafrecht

Information: Jugendstrafrecht, Sanktionen, Jugendliche und Heranwachsende

Das Jugendstrafrecht ist von dem für Erwachsene deutlich zu unterscheiden. Das Jugendstrafrecht berücksichtigt die besondere Situation von Jugendlichen und Heranwachsenden, die für ihr Handeln noch nicht vollumfänglich zur Verantwortung gezogen werden können.

Das betrifft insbesondere auch die angedrohten Sanktionen, also die tatsächliche Bestrafung.

Die Sanktionsmöglichkeiten im Jugendstrafrecht sind insbesondere auf die Erziehung und Abschreckung ausgelegt. Das Ziel ist, die Jugendlichen und Heranwachsenden in ein straffreies Leben zu überführen. Erst als letzte Konsequenz sieht das Jugendstrafrecht die Jugendstrafe (Haft) vor. Zu den einzelnen Sanktionsmöglichkeiten gehören:

–        Erziehungsmaßnahmen

–        Zuchtmittel

–        Jugendstrafe

Nicht zu unterschätzen ist auch die Empfehlung der Jugendgerichtshilfe, die sich vorab mit dem Jugendlichen und Heranwachsenden trifft und sich ein Bild von diesem macht. Die Empfehlung wird während des Verfahrens vorgetragen und hat eine hohe Gewichtung, wenn es um den Urteilsspruch geht.

Der Geltungsbereich des Jugendstrafrechts umfasst alle Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Darüber hinaus kann das Jugendstrafrecht gemäß § 105 JGG auch auf Heranwachsende entsprechend Anwendung finden. Als Heranwachsender gilt, wer das 18. Lebensjahr zwar vollendet hat, nicht jedoch das 21. Lebensjahr. Voraussetzung dafür ist, dass der Reifegrad des Heranwachsenden eher dem eines Jugendlichen, als dem eines Erwachsenen entspricht. Zudem muss bezogen auf die Tat erkennbar sein, dass diese aus einer gewissen Unreife erwachsen ist.

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